on Jan 12th, 2006Sigrist mit Zehen-Bruch out – ist Prügel-Welz schon wieder schuld?
Hyobsbotschaft für Teamchef Burdanadsche: Kurz vor dem so wichtigen Interamore-Cup hat sich Mittelfeld-Punsher Marc Sigrist den linken, kleinen Zeh gebrochen. Der 34-jährige muss laut Clubarzt Francisco Schnyder rund sechs Wochen pausieren. Ein Einsatz am Interamore-Cup in zehn Tagen sei ausgeschlossen, liess Schnyder verlauten.
Theorie widerlegt
Wie es zu dem Malheur gekommen ist, scheint unklar: Sigrist verlautete, er habe sich den Zeh beim gestrigen Abschlusstraining nach einem Zusammenprall mit Physio Eugen Scheuch gebrochen. Sigrists Mannschaftskollegen und Physio Scheuch allerdings wollen von einem Trainings-Unfall nichts bemerkt haben: “Ich habe beim fraglichen Trainingsspiel gar nicht mitgemacht”, sagt Scheuch, und auch der pfeilschnelle Dorji widerlegt Sigrists Theorie: “Unter der Dusche nach dem Training hat Sigrist über keine Schmerzen geklagt und sich gegen 22 Uhr gesunden Schrittes vom Stadion entfernt.”
Handgemenge mit Welzel
Sigrists Mitspieler munkeln hinter vorgehaltener Hand, der Mittelfeldstratege habe sich den Zeh kurioserweise nach einem Handgemenge mit dem ausgemusterten Steve Welzel gebrochen. Zeugen berichten übereinstimmend, wie die beiden Ex-Clubkollegen in einer einschlägigen Luzerner Kneipe gesichtet worden sind. Nach heftigen Wortgefechten habe sich Sigrist gegen 2.30 Uhr von der Bar entfernen wollen. Welz – gegen den ein Fifa-Verfahren wegen angeblicher Prügel-Attacken in der Türkei läuft – sei ihm daraufhin gefolgt und habe, so eine Receptionistin, “mit gestreckten Beinen ungehemmt reingetreten”. Danach sei ein lauter, schriller Aufschrei zu hören gewesen. Während sich das Hotelpersonal um den am Boden kauernden Sigrist kümmerten, sei Welz mit der wüsten Bemerkung “geh drauf, du Sau!” abgezogen.